Wer schneller, weiter und effizienter skaten möchte, stößt früher oder später auf zwei Begriffe: Speedskates und Speed-Fitness-Skates. Beide haben große Rollen und lange Schienen, unterscheiden sich aber deutlich beim Schuh, beim Halt und bei der Zielgruppe. In diesem Ratgeber erfahren Sie, worin die Unterschiede liegen und welcher Skate zu Ihnen passt.
Speedskates: für Training, Rennen und Marathon
Speedskates sind auf maximale Kraftübertragung ausgelegt. Typisch ist ein niedriger Schuh (Low-Cut), der knapp unter dem Knöchel endet. Die Schale ist meist aus Carbon oder einem Carbon-Verbund und sehr steif, damit jeder Abdruck direkt auf die Rollen wirkt. Gepolstert ist nur das Nötigste.
- Rollen: meist 3 × 125 mm, 3 × 110 mm oder 4 × 110 mm, für kleinere Füße auch 4 × 100 mm oder 4 × 90 mm
- Schiene: lang und leicht, in der Regel aus Aluminium, mit standardisiertem Befestigungsabstand
- Passform: sehr eng und direkt; viele Schalen lassen sich durch Wärme an den Fuß anpassen
- Bremse: meist keine – gebremst wird mit Technik
Speedskates gibt es als Komplettskate oder als Schuh ohne Schiene. Wer den Schuh separat kauft, kombiniert ihn mit einer passenden Schiene und den gewünschten Rollen. Wichtig ist dabei, dass der Befestigungsabstand von Schuh und Schiene zusammenpasst (z. B. 195 mm oder 165 mm bzw. das Trinity-System von Powerslide).
Speed-Fitness-Skates: schnell und trotzdem komfortabel
Speed-Fitness-Skates verbinden die großen Rollen eines Speedskates mit dem Komfort eines Fitness-Skates. Der Schuh hat einen höheren Schaft, der den Knöchel stützt, und einen gepolsterten Innenschuh. Geschlossen wird mit Schnürung, Schnalle oder Drehverschluss.
- Rollen: häufig 3 × 110 mm, 3 × 100 mm, 4 × 100 mm oder 4 × 90 mm
- Halt: mehr seitliche Stabilität, dadurch leichterer Einstieg
- Komfort: für lange Touren und Fitnesstraining ohne Wettkampfanspruch
- Bremse: bei vielen Modellen vorhanden oder nachrüstbar
Eine Auswahl finden Sie in unserer Kategorie Speed-Fitness Skates.
Drei oder vier Rollen?
Bei gleicher Schienenlänge gilt: Drei große Rollen rollen besser über unebenen Asphalt, halten die Geschwindigkeit länger und machen den Skate wendiger. Vier kleinere Rollen liegen etwas ruhiger und tiefer, was gerade Einsteigern Sicherheit gibt. Mehr dazu, wie Durchmesser und Härte das Fahrgefühl beeinflussen, lesen Sie in unserem Ratgeber Inline-Skate-Rollen richtig wählen.
Welcher Skate passt zu Ihnen?
| Sie … | Unsere Empfehlung |
|---|---|
| fahren regelmäßig Rennen, Marathon oder trainieren im Verein | Speedskate mit Low-Cut-Schuh |
| wollen sportlich und schnell skaten, aber ohne Wettkampf | Speed-Fitness-Skate |
| steigen vom Freizeit-Skate auf große Rollen um | Speed-Fitness-Skate mit 3 × 100 mm oder 4 × 90 mm |
| haben schmale, breite oder empfindliche Füße | Beratung zur Passform, ggf. Custom-Made Boots |
Passform ist wichtiger als jedes Datenblatt
Ein Speedskate sitzt deutlich enger als ein Freizeit-Skate. Die Ferse darf beim Abdruck nicht anheben, die Zehen sollen vorne leicht anliegen, ohne gestaucht zu sein. Messen Sie Ihre Füße am besten am späten Nachmittag oder abends, wenn sie etwas angeschwollen sind, und vergleichen Sie die Werte mit unserer Größentabelle. Wer zu Druckstellen neigt, findet Tipps in unserem Beitrag Blasen und Druckstellen vermeiden.
Persönliche Beratung
Sie sind unsicher, welcher Skate zu Ihrem Fuß und Ihren Zielen passt? Wir beraten Sie gerne telefonisch unter +49 (0) 77 20 / 34 70 6 oder persönlich in unserem Ladengeschäft in Villingen-Schwenningen. Schreiben Sie uns auch gerne über das Kontaktformular.
















































